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Donnerstag, 25. Oktober 2007

20 000 km/Jahr Zweiräder

Zweiräder
Calle bemerkte:

Ein Radfahrer fährt 20 000km im Jahr.
Er arbeitet an 4 Tagen in der Woche. Die einfache Strecke
zur Arbeitsstelle beträgt 20 km. Er arbeitet 42 Wochen im Jahr, die restlichen
10 hat er Urlaub oder ist auf Fortbildung. Das sind 160 km Arbeitsweg/Woche mal
42 Wochen sind 6720 km.
50km von ihm
entfernt wohnt ein Bärtiger, den er 20 mal im Jahr besucht. Das sind 2000 km.
Etwa 30 mal im Jahr fährt er
in die Pizzeria R. oder seinen Vater besuchen, einfache Strecke jeweils 25 km. Macht 1500 km.
50 mal im Jahr fährt er in
seinem Dorf Lebensmittel einkaufen, zusammen ca. 250 km.
In den Urlaub fährt er mit dem Motorrad, oder geht wandern.
Abends geht er früh zu Bett.
Die restlichen 9530 km fährt er also am Wochenende, angenommen es sind 30
Wochenenden mit brauchbarem Wetter, und er ist nicht im Urlaub, dann sind das 318 km/Wochenende.
Alle Achtung!

Montag, 29. Mai 2006

Ledersattel

Calle bemerkte:



Nachdem ich mir letzt ein Faltrad zugelegt hatte, fehlte nur noch ein adäquates Sitzmöbel. In meinen Beständen fand sich noch ein Brooks B66S Damensattel den ich 1989 auf dem Darmstädter Fahrradflohmarkt eigentlich für meine Gattin erstand, diese fand ihn allerdings zu glatt. Er fand dann Verwendung auf dem Tandem, später auf meinem Einbecker Behördenfahrrad. Für Brooks- Ledersättel gibt es einen speziellen Spannschlüssel, um die sich bei Gebrauch dehnende Satteldecke nachzuspannen. Ich fahre seit fast 20 Jahren Brooks-Sättel, und besitze über 10 Jahre das Spannwerkzeug, und merkte erst jetzt, das es zum erstspannen garnicht funktioniert, und man dafür eine Spitzzange benötigt.

Die Nase der Brooks-Ledersättel ist mit Blech unterlegt, in welches auch der Gewindestab zum Spannen eingepresst ist. Wurde der Sattel noch nie nachgespannt, wird bei einigen Exemplaren die Mutter vom Blech so ungünstig überlappt, dass der Schlüssel nicht fasst, und sich die Mutter nur mit einer Spitzzange drehen lässt. Da der Sattel in England produziert wird, muss der Gewindestab bei manchen Exemplaren mit einer Kombiezange festgehalten werden, weil er im Blech durchdreht. Trotz des Pflegeaufwandes, zu dem auch regelmäßiges fetten gehört, und der Wasserempfindlichkeit, sind diese Sättel das Beste, was sich mein Hintern(und das trotz Frau Dr. B.) auf einem Fahrrad vorstellen kann. Eine Alternative sind Lepper-Ledersättel ohne Spannschraube, die mit einer Kunststoffplatte unterlegt sind, und sich deshalb kaum verformen. Das macht auch Fahrten mit nassgeregnetem Sitz relativ unproblematisch. Lepper-Sättel sind auch sehr bequem, allerdings ist mein Modell bleischwer, und nicht für Patent-Sattelstützen verwendbar. Neben Faltrad, Liegerad, Tandem, 2Treckingrädern mit Ketten- bzw. Nabenschaltung, habe ich noch ein Mountainbike. Hier fahre ich einen LOOK_IN Gelsattel. Der fühlt sich zu Beginn einer Tour wie ein Sofa an, mutiert nach mehr als 50km aber mehr und mehr zum Folterinstrument.

Entgegen ihres Rufes sind Brooks-Ledersättel nicht unverwüstlich, jedenfalls wenn der Fahrer 108 kg auf die Waage bringt. Übrigens: Auch auf meinem Mopped hab ich einen Ledersitz, im Wohnzimmer Ledersessel...

Sonntag, 9. April 2006

Classico

Calle bemerkte:









So heißt mein Fahrrad. Hersteller: KTM. Farbe: grün. Am 18.03.1992 bei Sparrad in Da für 950.- DM gekauft. Rechnugs-Nr.: 5090. Auslaufmodell. Hatte 18 Gang Biopace Schaltung, die mit den ovalen Kettenblättern, hab ich beim Kauf gar nicht bemerkt. Später hat`s mich dann genervt. Als ich ein paar Jahre später über den FDP Fahrradbasar meines Heimatdorfes schlenderte schlug meine Stunde: Ich erstand für 40.-DM ein kaum gefahrenes (mit Rohloff Kettenkalieber den Kettenverschleiß ermittelt), stark verrostetes Herrenrad.

Das Fahrzeug zerlegte ich sofort in Einzelteile. Die Kleinteile wanderten in Blechkästen, den Rahmen zerteilte ich mit dem Rohrschneider zur besseren Verschrottung. Was mein Herz begehrte war die quasi neue Siebengangnabenschaltung von Sachs. Da ich mitlerweile ein Mountainbike zum Bezwingen der heimatlichen Gipfel angeschafft hatte, konnte ich auf die in der Stadt und im umliegenden Flachland unnötig vielen Gänge glatt verzichten. Es folgten glückliche Jahre ohne den bei Kettenschaltungen üblichen hohen Ketten- und Ritzelverschleiß. Wir, Classico und ich feierten diesen Zustand im Dezember 2004 mit einer neuen Hohlkammerfelge, da ich schon zweimal eine Speiche tauschen mußte, und die 23.-€ für die Felge bei den Montagekosten für`s Neueinspeichen kaum in`s Gewicht fallen. Am 08.04.06 gegen 15h fuhren wir (Classico & ich) zum Pappelheim.
Die Pappelbrüder waren schon den ganzen Nachmittag am BMW Getriebe tauschen. Das dauert wegen des genialen Baukastenprinzips der Marke nur eine dreiviertel Stunde. Ralf unterbrach sofort das Felgenpolieren und kochte Kaffee. Außerdem trank ich noch zwei Flaschen Odina-Spezi und aß ein paar Salzstangen von der Firma Lorenz. Beim Losfahren dachte ich, ich hätte wieder Bio-Pace, irgendwie eierte das Ganze. Ob das Pedal verbogen war ? Meine Fahrt führte an einem Aldi vorbei, wo ich sogleich die Angebote studierte. Ich beschloss mir am 12.04.06 die Rutentasche für 9.90€ zu kaufen, um darin mein Luftgewehr zu verstauen. Da ich schon abgestiegen war, beschloß ich die Ursache des eierigen Tretgefühles bei meinem Fahrrades zu erkunden. Nun staunte ich Bauklötze: Nicht das Pedal war die Ursache, sondern das Auge der Stahltretkurbel war ausgerissen. Sowas hatte ich noch nie gesehen. Mit zartem Tritt fuhr ich nach Hause. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, und es gelang mir meiner Ehefrau weitere Stunden der Kinderbetreuung aufzubürden, um in dieser gewonnenen Zeit die Tretkurbel zu tauschen. Nun sind alle glücklich und zufrieden.