Montag, 2. Februar 2009

Heute ist Murmeltiertag

Groundhog Day ist ein kulturelles Ereignis, das an mehreren Orten in den USA und Kanada gefeiert wird. Am 2. Februar jedes Jahres, dem „Candlemas Day“ (Lichtmess),
wird traditionell eine Vorhersage über das Fortdauern des Winters
getroffen. Dazu werden öffentlich und teilweise im Rahmen von
Volksfesten Waldmurmeltiere (Marmota monax, engl. groundhog)
zum ersten Mal im Jahr aus ihrem Bau gelockt. Wenn das Tier „seinen
Schatten sieht“, d. h. wenn klares, helles Wetter herrscht, soll der
Winter noch weitere sechs Wochen dauern.Quelle: wikipedia

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Deutsch ins Grundgesetz


Da wir in Deutschland gerade nichts besseres zu tun haben, hat die CDU vorgeschlagen ein Bekenntnis zur deutschen Sprache im Grundgesetz festzuschreiben. Andere Länder haben das ja auch in der Verfassung stehen und bevor sich die Politiker mit so sinnlosen Sachen wie Bankenkrise oder Rezession auseinandersetzen diskutieren sie lieber darüber ob nun der Satz "In Deutschland wird Deutsch gesprochen" im Grundgesetz stehen sollte oder nicht. Ist ja auch wichtig sowas.
Der Spiegel hat dann auch gleich ein paar schöne Beispiele zum "eindeutschen" gefunden:

Döner - Döner ist laut Wikipedia die Kurzform des türkischen
"döner kebap" und bedeutet so viel wie "sich drehendes Grillfleisch".
Bestellen Sie das mal bei Mustafas "Antalya Grill" um die Ecke. Viel
Spaß.

Rumpsteak - Bedeutet in etwa: "Hinterteilbraten". Wobei
"Hinterteil" nur verwirrt, weil das Rumpsteak eigentlich aus einer
Rückenpartie geschnitten wird, dem sogenannten Roastbeef - womit wir
bei einem anderen Sprachproblem wären.

Chop Suey - Bevor Thailänder und Vietnamesen die Herrschaft über
die asiatische Küche in Deutschland gewannen, war das chinesische
Mischgemüse-Gericht Chop Suey die Curry-Wurst der Essstäbchen-Esser.
Übersetzt heißt das soviel wie "zerbrochene Stücke". Was ja eher
unappetitlich klingt.

Wodka - Wodka oder Vodka ist laut Wikipedia die
Verniedlichungsform des slawischen Wortes voda ("Wasser"), also
"Wässerchen". Dieser Euphemismus würde unserer Drogenbeauftragten
Sabine Bätzing (SPD, kämpft gerade gegen die Modedroge Spice = Gewürz)
sicherlich einen hangover (sorry, äh, Entschuldigung!) Kater bescheren.

Dann gibts natürlich auch noch ein paar Begriffe, die wirklich besser einen deutschen Namen hätten anstatt irgendetwas englisch klingendem den Sinn zu rauben, wie z. B.:

Public Viewing - im amerikanischen die Ausstellung eines aufgebahrten Leichnams

Handy - als Ding gibt es im Englischen nicht, handy bedeutet handlich, bequem, praktisch. Das was der Deutsche so als Handy bezeichnet ist eigentlich ein Mobile oder Cell Phone. Obwohl das Teil natürlich schon "handy" sein kann

Bodybag - so werden hierzulande manchmal Taschen mit Schulterriemen, also sowas was man sich über eine Schulter wirft, bezeichnet. Eigentlich ist das aber ein Leichensack.


Dienstag, 21. Oktober 2008

Worst EU Lobbying Awards 2008 Stimmen Sie ab bis zum 30. November!

Wer hat in diesem Jahr den Negativpreis für das schlimmste irreführende und manipulative Lobbying in Brüssel verdient?

Sie entscheiden! Stimmen Sie bis zum 30. November über die Kandidaten ab! Die Gewinner werden bei einer feierlichen Preisverleihung am 9. Dezember in Brüssel bekannt gegeben.

Die Kandidaten im Überblick


Für den Worst EU Lobbying Award stehen folgende Kandidaten zur Wahl:

  • Die Agrosprit-Lobby – nominiert für ihre irreführenden Kampagnen, Agrotreibstoffe „grün“ zu färben
  • Die European Alliance for Access to Safe Medicine (EAASM) – nominiert, weil sie die Beteiligung großer Pharmakonzerne in ihren Kampagnen verschweigt
  • Das European Business and Parliament Scheme – nominiert dafür, dass sie Lobbyarbeit aus ihren Büros im Parlamentsgebäude betreiben
  • Die Brüsseler Lobby- und PR-Agenturen Gplus und Aspect Consulting – nomiert für ihre Rolle als Verbreiter von Kriegspropaganda im jüngsten Konflikt zwischen Russland und Georgien.
  • Die International Air Transport Association (IATA) – nominiert für ihre irreführende Lobby-Kampagne mit dem Ziel, Vorschriften zur CO2-Reduzierung im Luftfahrtsektor zu vermeiden


2) Die Kandidaten für den Worst Conflict of Interest Award sind:

  • Caroline Jackson (MEP) – nominiert
    für ihre Doppelrolle als gewählte Volksvertreterin, die sich mit
    Umweltfragen befasst, und als Umweltberaterin bei der
    privatwirtschaftlichen Abfallentsorgungsfirma Shanks.
  • Piia-Noora Kauppi (MEP) – weil sie
    ihre Funktion als Abgeordnete des Europäischen Parlaments missbraucht
    hat, um für die Interessen ihres zukünftigen Arbeitgebers – einer
    Banken-Lobbygruppe - zu werben.
  • Klaus- Heiner Lehne (MEP) – nominiert
    aufgrund seiner Doppelrolle als Europaabgeordneter und Anwalt für EU
    Wettbewerbs- und Regulierungsfragen und das Ausnutzen seiner Stellung
    als Abgeordneter, um Anwälten die Lobbyarbeit im Dunkeln zu ermöglichen.
  • Die ehemaligen EU-Kommissionsbeamten Petite, Klotz und Kjølbye nominiert für ihren fliegenden Wechsel zu Anwaltskanzleien, die für ihre Klienten aus der Industrie Lobbyarbeit machen
  • Fritz-Harald Wenig, Generaldirektion Handel der EU-Kommission nominiert, da er Insider-Informationen über Zölle an „Lobbyisten“ weitergab - die in Wirklichkeit investigative Journalisten waren.

Mittwoch, 17. September 2008

Lasst uns nach Bayern auswandern

denn Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hält Autofahren nach zwei Litern Bier für vertretbar.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung forderte die Promillegrenze von 0,5 auf 0,0 zu senken. Daraufhin fühlte sich oben genannter zu folgender Äußerung genötigt:
"ein Glas Bier oder Wein dürfe nicht verteufelt werden. Nur bei
Fahranfängern halte er die 0,0-Promille-Grenze für absolut notwendig.
Aber ein gestandenes Mannsbild vertrage an einem Abend auch zwei in
der Regel schlecht eingeschenkte Maß, ohne fahruntüchtig zu werden. Natürlich nicht, wenn man die zwei Maß in zwei Stunden trinkt aber wenn man die zwei Maß in sechs, sieben Stunden auf dem Oktoberfest trinkt, ist es noch möglich" 

und ausserdem werden die meißten Unfälle ja sowieso von nüchternen Autofahreren verursacht (nein, dass hat er nicht gesagt)

Dienstag, 5. August 2008

Schäuble zum Datenhandel

Wolfgang Schäuble, Bundesminister des Inneren am 04. August 2008 in der Tagesschau:
"Wir sollten auch nicht das amtliche Telefonbuch,
wo man gucken kann, wie man einen anrufen kann,
schon als eine der ganz großen Gefahren ansehen.
Sondern was wir brauchen ist,
angesichts neuer technologischer Entwicklungen,
angesichts einem ganz anderen, ähm, Möglichkeiten,
Potentialen der Datensammlung, -speicherung und -verarbeitung
eine vernünftige Begrenzung des Mißbrauchs."

Und das sagt uns jetzt:
  • Das Telefonbuch stellt keine Gefärdung dar.
  • Es gibt neue technologische Entwicklungen.
  • Datensammeln hat Potential.
  • Der Mißbrauch beim Datenhandel muß nicht verhindert sondern lediglich vernünftig Begrenzt werden.
  • Unser Innenminister weiß wovon er redet.
Also dann, fröhliches Sammeln und handeln.

Dienstag, 22. Juli 2008

Kifferdiplom

Rauchwaren

An der "Oaksterdam University" in Kalifornien kann seit kurzem ein Marihuana-Diplom erworben werden. In dem passenden Kurs hierzu werden perfekte Kunstfertigkeit in der Zucht, Ernte und Verarbeitung des Cannabiskrauts gelehrt und in einer Prüfung kann das Wissen über das Erlernte bewiesen werden.
Die Stifter der Universität verweisen auf den medizinischen Nutzen von Cannabisprodukten, die in Kalifornien seit 1996 legal als Arzneimittel eingesetzt werden dürfen.
Quellen:
Darmstädter Echo vom 22.07.2008
Spiegel Online

Mittwoch, 16. Juli 2008